Hochwasserschutz

Hochwasser-Partnerschaft

Die Partner der „Hochwasserpartnerschaft Schunter, Wabe“ haben eine solidarische, wasserwirtschaftliche Zusammenarbeit für eine sachgerechte interkommunale Erfüllung der Aufgaben des Hochwasserschutzes im regionalen Verbund vereinbart. 

Der angestrebte integrierte Hochwasserschutz im Planungsraum soll sich an den Einzugsgebieten statt an Gemeindegrenzen ausrichten, um so den Gefahren und Herausforderungen zukünftiger Hochwasser-Ereignisse effektiver begegnen zu können.

Der gesetzliche Auftrag „Schutz vor Hochwassergefahr“ wird somit für das gesamte Einzugsgebiet und die betreffenden Handlungsfelder des Hochwasser-Risikomanagements interkommunal interpretiert und aktiv wahrgenommen.

Die seit Projektbeginn erarbeiteten Maßnahmen sollen in den nächsten Monaten priorisiert und ihre Umsetzung vorangetrieben werden. Hierfür benötigt die Hochwasserschutz-Kooperation die erforderlichen Förder- und Finanzmittel. Ab 2023, im Anschluss an die ILE-Förderung, wollen die Partner im Rahmen der Niedersächsischen Leader-Regionen Fördermittel auch für personelle Unterstützung beantragen.

Hochwasser-Warnsystem Schunter-Wabe

Im Auftrag der Mitglieder der Hochwasserpartnerschaft hat der WWL seit Jahresbeginn fünf Pegelmessstellen an der Schunter installiert und betreibt diese fortan. Die Messstellen befinden sich im Braunschweiger Stadtgebiet, in den Stadtteilen Querum, Dibbesdorf und Rautheim sowie in der Gemeinde Lehre in den Ortsteilen Wendhausen und Beienrode.

Sie erfassen den Wasserstand der Gewässer Schunter und Wabe. Mittels Radar-Sensoren, die an Brückengeländern installiert wurden, wird der Wasserstand alle 6 Stunden gemessen. Im Hochwasserfall reduziert sich das Messintervall automatisch auf 15 Minuten.

Die Daten werden von der HGN-Beratungsgesellschaft genutzt, um das eigens entwickelte Hochwasserwarnsystem zu speisen. Dieses alarmiert bei festgelegten Schwellenwerten die örtlichen Feuerwehren und Verwaltungen, damit diese sich frühzeitig auf Hochwassergefahrenlagen vorbereiten können und entsprechend handlungsfähig sind.

In den Landkreisen Goslar und Wolfenbüttel ist das Warnsystem schon fester Bestandteil in den Alarm- und Einsatzplänen. Zukünftig soll das System entlang der Schunter weiter ausgebaut und anliegenden Kommunen zur Verfügung gestellt werden. Damit leistet das Pegelmessnetz in Verbindung mit dem Warnsystem einen wichtigen Beitrag zur kommunalen Gefahrenabwehr.

WWL-Projektkoordination

Das Hochwasserschutzprojekt wird von WWL-Mitarbeiter Nils Stanko koordiniert.

Sie können sich gerne direkt an ihn wenden, sollten Sie Fragen oder Anmerkungen zum Projekt haben:

Nils Stanko
Tel: 05306-9139-172
 
Das Dokument Hochwasserschutz-Konzept Schunter-Wabe finden Sie im Bereich Downloads / Hochwasserschutz
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